In der Burggrafenstraße wurde ein inklusives Wohnprojekt in Form einer 3-geschossigen Wohnbebauung errichtet und 2025 fertiggestellt. Im Erdgeschoss des Gebäudes befinden sich zwei Wohngemeinschaften für jeweils vier Menschen mit Behinderung. Die Wohnkund*innen befinden sich in einer Autismus-Spektrum-Störung (ASS) oder einer Behinderung, die einen ähnlichen Unterstützungsbedarf hat. In den beiden Obergeschossen liegen die 14 anderen Wohnungen für berechtige Mieter*innen der Einkommensgruppe A und ggf. auch B. Eine dieser Wohnungen soll als Raum zum Zwecke der Verbesserung der wohnungsnahen sozialen Infrastruktur genutzt werden. Das Projekt soll den Wohnkund*innen die Möglichkeit bieten, in einem möglichst überschaubaren und reizarmen kleinen Wohnumfeld mit wenig Kontaktpersonen ein geeignetes Wohnangebot zu erhalten. Durch die Öffnung für Menschen ohne Eingliederungshilfebedarf, soll hier gleichzeitig der Aspekt der Inklusion zum Tragen kommen.
Personen mit einem starken Bewegungsdrang und gleichzeitig fehlender räumlicher, zeitlicher und situativer Orientierung, können sich in diesem neuen Wohnumfeld frei bewegen. Die übersichtliche Anordnung der Zimmer in den WGs, sowie die geringe Gruppengröße, in Kombination mit einer umfassenden Unterstützung, begünstigen dies für Personen, die andernfalls aufgrund eines möglichen herausfordernden Verhaltens in komplexeren Institutionen leben müssten.
